
Kunst soll sich zersetzen: Entdecken Sie "Af natur er det kommet" im Munkeruphus
Was geschieht, wenn Künstlerinnen und Künstler eine Vorgabe erhalten: dass ihre Werke sich in der Natur zersetzen müssen? In der Ausstellung Af natur er det kommet im Munkeruphus arbeiten sie mit nordischer Tradition und natürlichen Materialien – und untersuchen, wie Kunst wieder Teil des natürlichen Kreislaufs werden kann.
Wenn Kunst und Natur verschmelzen
Was halten Sie im Laufe eines Tages in der Hand? Ein Telefon? Eine Gabel? Einen Fußball? Wie viel davon würde sich zersetzen und Teil der Natur werden, wenn Sie es in einen Straßengraben legen? Vermutlich nicht viel. So ist es mit den meisten Dingen, die uns umgeben.
In der Ausstellung Af natur er det kommet im Munkeruphus begegnen Sie dem Gegenteil. Alle Werke bestehen aus natürlichen Materialien und können in die Natur zurückkehren. Genau das ist die Idee der Ausstellung: zu erforschen, was passiert, wenn Kunst und Natur miteinander verschmelzen.
Rückkehr zu natürlichen Materialien
Heute sind wir von stark verarbeiteten Materialien wie Kunststoff, Klebstoff und Metall umgeben. Früher nutzten wir jedoch das, was uns zur Verfügung stand. Im Norden gibt es eine lange Tradition, lokale Naturmaterialien zu verwenden und sie selbst zu verarbeiten, etwa durch Gerben und Naturfärbung.
Zu dieser Tradition sind die Künstlerinnen und Künstler im Munkeruphus zurückgekehrt. Sie wurden in traditionellen Techniken geschult und haben anschließend ihrer Fantasie, ihrem Handwerk und ihrer Kreativität freien Lauf gelassen.
11 neue Werke
In der Ausstellung sehen Sie 11 neue Werke, die eigens für die Ausstellung geschaffen wurden, unter anderem von Alberte Holmø Bojesen und Julia Lohmann, Chris Liljenberg Halstrøm, Jette Mellgren, Jonas Edvard, Karin Lorentzen, Kasia Gasparski, Line Depping, Oscar Yran, Siska Katrine Jørgensen, Tanja Kirst, Teis Dich Abrahamsen und Sus Osmark. Zudem sind Werke von Claudy Jongstra und Zena Holloway zu sehen.